Der Drehsitz: Die beste Asana für deinen Rücken

Eine richtig ausgeführte Drehung und Verschraubung ist die effektivste, sicherste und intensivste Asana für den Brustkorb und den Rücken. Wenn ich nur noch eine einzige Asana machen könnte: Es wäre eine Drehung.

In einer intensiven Drehung
*      mobilisierst du die Wirbelsäule in der gesamten Länge
*      öffnest und befreist deinen Brustkorb
*      stärkst und dehnst du die Muskeln von Bauch und Rücken
*      hast du Zeit, dich mit deinem Atem zu verbinden
*      und somit deine Energie, das Prana, zum Fließen zu bringen.
Also alles das, was Yoga so toll macht.

Hier bekommst du einige Tipps, die deinen Drehsitz in eine neue Qualität bringen:

Drehsitz Vorderseite

Weite Vorderseite

Bei Drehungen ist es ganz wichtig, dass deine Vorderseite weit wird und sich öffnet. Viele Yogamenschen rollen sich eher nach vorne ein und machen sich eng. Das ist schade, denn nur eine offene Vorderseite ermöglicht dir einen frei fließenden Atem. Und da will der Yogi doch hin – sonst könnte man auch in ein anderes Training gehen, oder?

Aufrechtes Becken

Auch ganz wichtig ist dein aufrecht stehendes Becken. Du sitzt richtig, wenn deine Wirbelsäule im unteren Rücken ihre natürliche Schwingung nach innen hat. Der Sitz sollte für dich leicht zu halten sein und sich gut anfühlen. Wenn dem nicht so ist, nimm ein Kissen oder eine gefaltete Decken unter den Allerwertesten.

Es gibt Yogamenschen, die fühlen sich anscheinend schlecht, wenn sie Hilfsmittel gebrauchen. Glaube mir: nur, weil ich hier kein Hilfsmittel benutze, bin ich kein besserer Mensch. Im Zweifelsfall: Decke Falten und draufsetzen.

Länge und Aufspannung

Dein Becken ist dein Fundament, über dem du dich in die Länge aufspannst. Dabei stellst du dir vor, dass du deine Ohrgänge nach oben zum Himmel ziehst. Dann wird dein Nacken ganz lang – und auch die gesamte Wirbelsäule.

DrehsitzRückenansicht

Wie du auf dem Bild siehst, ist mein Becken minimal schief – das ist so gewollt. Du kannst die eine Ferse ein wenig unter den Po schieben, dann passiert das von selbst.

Über diesem leicht schief gestellten Becken steigt die Wirbelsäule ganz aufrecht nach oben.

Mit diesen wenigen Tipps kannst du die Qualität deines Drehsitzes schon sehr verbessern.  Hier ich möchte dir vorerst eines gerne mitgeben:

*      Es ist vollkommen egal, wie weit du am Anfang in eine Drehung hineinkommst.
*      Deine Aufspannung und deine Aufrichtung sind viel wichtiger.
*      Im Drehsitz hilft dir die Vorstellung, dass die Vorderseite in Drehrichtung nach oben schraubt.
*      Entsprechend schraubt die Rückseite in Drehrichtung nach unten.
*      Einatmend wirst du länger, ausatmend verschraubst du weiter.
*      Alles passiert fließend und umsichtig. Auch dein Atem fließt frei .

Wenn der Atem frei fließt, wirkt auch die Asana befreiend.

Nach einigen Atemzügen spürst du dann, wie der Brustkorb beweglicher wird und es dir warm wird, weil Energie fließt. Also Yoga passiert.

Fühlt sich gut an, oder? Viel Freude damit!

Du kannst die Anleitungen aus diesem Post "Der Drehsitz: Die beste Asana für deinen Rücken" gerne herunterladen und Ausdrucken