Der Seitstütz: Bloss nicht hängen lassen!

Im Seitstütz offenbart sich das Verhältnis von Kraft im Schultergürtel und Körpergewicht um Bauch und Becken.
Je schwerer letztere sind, umso mehr Kraft braucht die Schulter, um den Yogi in einem schönen Seitstütz zu halten.

Was gibt es in dieser fordernden Asana zu beachten?

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1. Die Taille muss hoch, höher, am höchsten.

Nur dann wird die Kraft aus dem Oberarm direkt in die Schulter und von dort in die Körpermitte geführt. Hängt deine Mitte tief, geht die Belastung auf das Schulterdach. Das ist nicht gesund und macht auch keinen rechten Spaß.

Wenn die Kraft fehlt: Stelle das untere Knie auf den Boden auf.

2. Die Füße schieben fest in den Boden.

Das Schieben gibt dir mehr Auftrieb. Schlaffe Beine wirken wie ein Gewicht und ziehen dich nach unten. Aktive Beine unterstützen diese Asana und helfen, das Becken anzuheben. Stelle dir eine Bogenbrücke vor, deren beide Stützen im Boden verankert sind.

3. Beide Schulterblätter gleiten zur Wirbelsäule.

Und zwar BEIDE, auch das untere. In den meisten Fällen hängt die untere Schulter beim Ohr vorne. Wichtig, ist, dass der Oberarm ausrotiert wird, wie auf dem Foto oben. Du kannst der Dame weit unter die Achsel schauen; ihre Armrückseite zieht in Richtung Becken. So ist es perfekt.

Wenn die Koordinationsfähigkeit fehlt: Stelle auch hier das untere Knie auf den Boden auf. Rolle das Schulterblatt nach hinten unten.

4. Langer Nacken, und der Kopf ist in Verlängerung der Wirbelsäule

Wenn wir uns überfordert fühlen, machen wir uns unbewusst kurz. Und ziehen den Kopf zwischen die Schultern. Auf dem Foto sieht man, wie souverän die Yogini den Hals lang macht. Schultern und Nacken sind frei. Wunderschön!

Fazit:

Übe so lange mit aufgestütztem Knie, bis du die Impulskraft aus der Mitte spürst. Ein vorgestelltes Band um deinen Bauch hebt dich hinaus in die Höhe. Dann wird´s bald was mit dem Seitstütz!