Fliegen, aber nicht abstürzen: Die Standwaage

Diese Dame hier hat´s echt drauf: ein super gestreckter Rücken und eine tolle Balance. Zusammen mit den langen vorgestreckten Armen ist das hier schon die hohe Kunst des Fliegens

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Bei mir heißt die Asana immer Standwaage, weil ich die Bezeichnung „Krieger 3“ einfach zu blöd finde. Sie könnte genausogut "Flieger" heißen, meine ich.

Die Ausrichtung in der Standwaage

In der Regel kommt man aus dem Held (Krieger 1) in die Standwaage. Das ist sehr praktisch, denn im Held ist der Rücken bereits in der kraftvollen Kontraktion.

Und das bleibt dann auch so – und hiermit sind wir bereits bei dem Hauptfehler, den die meisten Yogis machen: Sie runden den Rücken und tauchen nach unten vorne ab, in der Hoffnung, dass dann das Bein hinten höher kommt. Aber der Rücken ist mindestens gestreckt. Oder noch besser:

Fast wie in einer Rückbeuge

Die Schulterblätter zentrieren zur Wirbelsäule. Dann sind auch die quer verlaufenden Rückenmuskeln aktiv und die Arme und Schultern ausrotiert. Außerdem ist wichtig:

Das Spielbein aus der Hüfte heraus verlängern

Man versucht, die maximale Länge zwischen Kopfkrone und Zehen aufzubauen. Wenn die Arme nach vorne ziehen wie auf dem Foto, dann eben auch zwischen Fingerspitzen und Zehen. Das nenne ich Aufspannung (es entspricht dem Tensegrity-Prinzip aus dem Faszientraining).

Alle Zehen fließen in den Boden

Wenn man vor lauter Stress die Zehen krallt oder vom Boden weg zieht, verschenkt man noch mehr von der sowieso kleinen Standfläche unter dem Fuß. Deshalb: Fußrücken lang und entspannt, aber aktives Fußgewölbe.

Hast du Lust auf einen Flow zum Üben  der Standwaage? Dann schaue hier auf meinem Video: